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Glory, Glory, ­Hallelujah

Zur Erforschung des Klimawandels wollte die US-Weltraumbehörde NASA am Freitag den Satelliten »Glory« ins All schicken. Eine Rakete brachte ihn vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg Richtung Umlaufbahn. Vor dem Start seien «keine Anomalien» festgestellt worden, erklärte der zuständige NASA-Mann Omar Baez. Nach einigen Minuten sei leider klar gewesen, daß sich die Schutzverkleidung nicht planmäßig lösen, »Glory« deshalb nicht schnell genug in die vorgesehene Erdumlaufbahn gelangen, sondern »irgendwo in den südlichen Pazifik« stürzen würde. So geschah es denn auch. Der 528 Kilogramm schwere, 305 Millionen Euro teure Satellit sollte feine Schwebstoffe, sogenannte Aerosole, in der Erdatmosphäre messen. Eine ähnliche Panne war der NASA im Februar 2009 unterlaufen, als ein Satellit, der Daten über den weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß sammeln sollte, in der Nähe der Antarktis ins Meer stürzte. Noch ist unklar, ob »Glory« aus denselben Gründen seine Umlaufbahn verfehlte. Rick Straka, Vizechef des Unternehmens Orbital Sciences, das »Glory« und seine Trägerrakete gebaut hatte, erklärte, derzeit lägen nicht genügend Daten vor, um den Absturz genauer zu erklären.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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