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Millionenbetrug bei Emissionshandel

München/Frankfurt. Das Ausmaß des Umsatzsteuerbetrugs beim Emissionshandel ist offenbar weitaus größer als bisher angenommen. Wie die Süddeutsche Zeitung (Samstagausgabe) berichtete, geht die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main davon aus, daß der Staat um 850 Millionen Euro geprellt wurde. Seit knapp einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mehr als 150 Beschuldigte,

meist Firmenchefs und weitere Geschäftsleute. Vier von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, beim Handel mit Emissionsrechten Steuern hinterzogen zu haben. Auch die Deutsche Bank soll verwickelt sein. International agierende Banden sollen mit einem Geflecht von 50 Firmen beim Handel mit Verschmutzungsrechten systematisch Umsatzsteuern hinterzogen haben. Bereits im vergangenen Jahr fand eine großangelegte Razzia statt, bundesweit waren 230 Geschäfts- und Wohnräume durchsucht worden. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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