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Indien: Muslime wegen Anschlags verurteilt

Ahmadabad. Ein indisches Gericht hat am Dienstag 31 Muslime für schuldig befunden, im Jahr 2002 bei einem Brandanschlag auf einen Zug 60 Hindus getötet zu haben. 63 weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Der Anschlag im Bundesstaat Gujarat hatte eine Welle religiös motivierter Gewalt ausgelöst, bei der mehr als 1000 Menschen ums Leben kamen. Das Strafmaß soll nach Angaben des Gerichts am Freitag verkündet werden. Die 31 Männer wurden verurteilt, mit einer »kriminellen Verschwörung« den Tod der 60 Bahnreisenden herbeigeführt zu haben. Bei dem Anschlag rund 150 Kilometer östlich der Stadt Ahmadabad hatten muslimische Händler die Wagen in Brand gesteckt, nachdem sie für ihre Lebensmittel nicht bezahlt worden sein sollen. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2011, Seite 6, Ausland

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