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Experten: Athen soll Euro-Zone verlassen

Brüssel/Berlin. Abkehr vom Euro oder stark sinkende Löhne: Der europäische Sachverständigenrat EEAG schlägt Griechenland eine Radikalkur vor. »Es gibt nur die Wahl zwischen diesen beiden Übeln«, schrieben die Experten in ihrem am Dienstag in Brüssel vorgestellten Bericht. »Eine dritte Alternative – anhaltende Transferleistungen der Europäischen Union – stellt keine brauchbare Lösung dar.« Andere Experten wollen die Gläubiger an den Sanierungskosten beteiligen und machen sich für einen Schuldenerlaß stark.

Trotz rigider Streichungen trauen die Sachverständigen aus sieben Staaten dem hochverschuldeten Land nicht zu, sich aus eigener Kraft zu sanieren. Sie schlagen daher vor, daß Griechenland entweder aus der Währungsunion austritt und die Drachme wiedereinführt – oder Löhne und Preise auf breiter Front drastisch senkt. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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