Zum Inhalt der Seite

Dauert noch

Die Recherchen zur Identifizierung von NS-Raubkunst in deutschen Museen, Bibliotheken und Archiven werden noch Jahre dauern. Es seien bereits zahlreiche Kulturgüter identifiziert und ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben worden, teilte die zuständige bundesweite »Koordinierungsstelle Magdeburg« am Montag in Dresden mit. NS-Raubkunst-Expertin Andrea Baresel-Brand sagte, Probleme bereiteten bei der Herkunftsbestimmung vielfach nicht mehr vorhandene Akten. Einen genauen Überblick über in der Vergangenheit bereits zurückgegebene Kulturgüter liegt auch der Koordinierungsstelle nicht vor. Baresel-Brand verwies darauf, daß in vielen Fällen Restitutionen stillschweigend vollzogen würden. Die »Koordinierungsstelle Magdeburg« ist die zentrale deutsche Einrichtung für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverluste. Getragen wird sie vom Bund und allen Bundesländern, angesiedelt ist sie beim Kultusministerium Sachsen-Anhalt. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2011, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!