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Aus der Pressefreiheit

Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer kämpft gegen den NDR, weil der Sender in der ARD eine Dokumentation über sein Werk und Wirken unter dem Titel »Der Drückerkönig und die Politik« (12.1.) gezeigt hatte, das mehr als nur seinen Unmut erregt hat. Wie die FAZ (Samstagausgabe) berichtete, hat Maschmeyer den Hamburger Strafrechtler Gerhard Strate engagiert, um zu prüfen, ob der Autor des Films, Christoph Lütgert, gegen das Strafgesetzbuch verstoßen habe. Nötigung, politischer Verdächtigung und Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz werden ihm vorgeworfen. »Doch nicht nur dem Präsentator der Maschmeyer-Sendung wird nachgestellt, auch die Autoren der Beiträge – des Films, der jetzt im Ersten lief und eines Vorgängerstücks beim NDR – werden bedrängt. Sie bekamen Abmahnscheiben – zugestellt an ihre privaten Adressen – und sie bekamen Anrufe von Wirtschaftsauskunfteien, die ganz detailliert nach ihren Beschäftigungsverhältnissen fragten«, schreibt die Zeitung. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2011, Seite 13, Feuilleton

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