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Assange-Anwalt: Abgekartetes Spiel

Hamburg/Stockholm. Der Anwalt von Julian Assange, dem Gründer des Enthüllungsportals Wikileaks, wirft der schwedischen Justiz vor, seinen Mandanten an die USA ausliefern zu wollen. Die schwedische Seite sei darauf vorbereitet, die Vergewaltigungsermittlungen gegen Assange fallenzulassen, sobald die US-Justiz seine Auslieferung verlange, sagte der britische Rechtsbeistand Mark Stephens der Zeit (Donnerstagsausgabe). Die »Endstation« nach einer Auslieferung an Schweden wäre ein »Hochsicherheitsgefängnis in den USA«. Der Anwalt berief sich dabei auf Quellen in Washington und Stockholm. Die schwedische Regierung wies den Vorwurf als »Lüge« zurück. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2011, Seite 2, Ausland

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