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13.01.2011
- → Ausland
Pilot stand unter massivem Druck
Moskau. Neun Monate nach dem Absturz der polnischen
Präsidentenmaschine haben die russischen Ermittler ranghohen
Vertretern an Bord der Maschine eine Mitschuld an der Tragödie
gegeben. Der Luftwaffenchef und der Protokollchef hätten im
Cockpit Druck auf die Besatzung ausgeübt, sagte die russische
Luftfahrtexpertin Tatjana Anodina am Mittwoch bei der Vorstellung
des Abschlußberichts. Luftwaffenchef Andrzej Blasik sei
angetrunken gewesen. Auch die »erwartete negative Reaktion
des wichtigsten Passagiers« auf eine mögliche Umleitung
auf einen anderen Flughafen habe dazu beigetragen. Anodina nannte
den damaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski zwar nicht
ausdrücklich, legte aber nahe, daß es sich bei dem
»wichtigsten Passagier« um den Staatschef
handelte.
Der Zwillingsbruder des verunglückten Staatschefs, Jaroslaw Kaczynski, bezeichnete den russischen Bericht als »eine Verhöhnung Polens«. Auch Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte die vorläufigen Ermittlungsergebnisse kürzlich als inakzeptabel und fehlerhaft bezeichnet. Der am Mittwoch übergebene Abschlußbericht könnte zu neuen Spannungen zwischen Warschau und Moskau führen. (AFP/jW)
Der Zwillingsbruder des verunglückten Staatschefs, Jaroslaw Kaczynski, bezeichnete den russischen Bericht als »eine Verhöhnung Polens«. Auch Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte die vorläufigen Ermittlungsergebnisse kürzlich als inakzeptabel und fehlerhaft bezeichnet. Der am Mittwoch übergebene Abschlußbericht könnte zu neuen Spannungen zwischen Warschau und Moskau führen. (AFP/jW)
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