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Massenentlassungen bei Myspace

Berlin. Den Beschäftigten des Onlineportals Myspace droht offenbar eine neue Kündigungswelle. Wie das Computermagazin chip.de am Mittwoch meldete, will die ehemalige Nummer eins unter den »sozialen Netzwerken« die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen, darunter auch Angestellte in Deutschland. Nachdem bereits 2009 die Belegschaft von rund 1 500 auf 1000 Mitarbeiter reduziert wurde, erhielten demnach nun weitere 500 Beschäftigte ihre Kündigung. Das Unternehmen reagiert damit auf den stetig wachsenden Bedeutungsverlust gegenüber dem einstigen Mitbewerber Facebook. Während Myspace bei 100 Millionen registrierten Nutzern stagniert, wächst Facebook unaufhaltsam weiter und kann mittlerweile bereits mehr als 500 Millionen Nutzer vorweisen.

Myspace will auch seine Deutschland-Vertretungen schließen. Den 30 Angestellten der Tochtergesellschaft Fox Interactive Media Germany wurde zum 28. Februar gekündigt, zum selben Zeitpunkt wird die Gesellschaft aufgelöst. Lange Zeit galt Myspace als der beliebteste Vertreter des sogenannten Web 2.0. Das Portal ermöglicht seinen Nutzern, kostenlose Benutzerprofile mit Fotos, Videos und Blogs zu erstellen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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