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Portugal will keine Finanzhilfen

Lissabon. Portugals Regierungs­chef José Socrates hat erneut Spekulationen zurückgewiesen, sein Land brauche angesichts der hohen Schulden internationale Finanzhilfen. »Die portugiesische Regierung und Portugal werden keine Finanzhilfe beantragen, weil das nicht nötig ist«, erklärte Socrates am Dienstag. »Portugal hat seine Arbeit gemacht.« Die Regierung in Lissabon hat ein hartes Streichprogramm aufgelegt, um die Schulden des Landes zu senken.

Der Ministerpräsident kritisierte »Gerüchte« über Einmischungen von außen. Diese Spekulationen schadeten den Interessen seines Landes und verschlechterten Portugals Stellung an den Finanzmärkten. Nach Griechenland und Irland gilt Portugal als möglicher weiterer Kandidat für Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Nach Angaben eines EU-Diplomaten war in den vergangenen Tagen der Druck auf Portugal gestiegen, sich unter den Euro-Rettungsschirm zu flüchten und Finanzhilfen anzunehmen, damit sich die Schuldenkrise im Euro-Raum nicht auf weitere Sorgenkinder wie Spanien und Belgien ausbreitet.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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