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EU verhängt Sanktionen

Brüssel/Abidjan. In Reaktion auf die Krise in Côte d’Ivoire hat die Europäische Union die Verhängung von Sanktionen gegen den offiziellen Wahlverlierer Laurent Gbagbo beschlossen. Die EU-Außenminister verständigten sich am Montag in Brüssel darauf, gegen Gbagbo und weitere Verantwortliche Einreisebeschränkungen zu verhängen. Außerdem sollen die Vermögen Gbagbos und seiner Verbündeter in der EU eingefroren werden. Den offiziellen Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen von Ende November zufolge war Oppositionskandidat Ouattara aus der Abstimmung als Sieger hervorgegangen. Der Verfassungsrat des Landes hingegen ernannte Staatschef Gbagbo zum Sieger.

Ouattaras Regierungschef, Guillaume Soro, erklärte, er werde am Freitag mit seinen Ministern in den offiziellen Regierungssitz in Abidjan umziehen. Zudem wolle er einen neuen Direktor des Staatsfernsehens RTI einsetzen. Die Regierung Gbagbos verlängerte unterdessen in einem im Fernsehen verlesenen Dekret die nächtliche Ausgangssperre um eine Woche. Die Maßnahme hätte eigentlich am Dienstag auslaufen sollen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2010, Seite 7, Ausland

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