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14.12.2010
- → Inland
Deutsche Waffen für Krisenregionen?
Mainz. Mexikanische Polizeieinheiten sollen unter Verletzung der
Exportgrundsätze der Bundesregierung mit deutschen Gewehren
ausgerüstet worden sein. Das geht aus aktuellen Aufnahmen
hervor, die dem ARD-Magazin Report Mainz vorliegen. Darin sind
Polizisten mit Sturmgewehren beim Einsatz in der Stadt Juarez im
mexikanischen Bundesstaat Chihuahua zu sehen. Der Freiburger
Rüstungsexperte Jürgen Grässlin identifizierte die
Gewehre eindeutig als das Modell »G36« des
Rüstungskonzerns Heckler & Koch. Die Bundesregierung hat
die als Unruhegebiete geltenden mexikanischen Bundesstaaten
Chihuahua, Jalisco, Chiapas und Guerrero 2007 von Waffenexporten
ausgenommen. Amnesty International und andere
Menschenrechtsorganisationen dokumentieren hier seit Jahren
schwerste Menschenrechtsverletzungen durch Militär und
Polizei. Zudem liegt Report Mainz die schriftliche Aussage eines
früheren hochrangigen Mitarbeiters der Firma vor, der an der
Abwicklung des Rüstungsexports nach Mexiko beteiligt war.
Heckler & Koch bestreitet, Waffen illegal in mexikanische
Krisengebiete geliefert zu haben. (jW)
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