Zum Inhalt der Seite

Handball: Der eigene Treffer

Köln. Schweden hat bei der Handball-EM der Frauen Titelverteidiger Norwegen die erste Niederlage zugefügt. Die Schwedinnen gewannen am Sonntag abend das erste Hauptrundenspiel mit 24:19 (13:6). Die Auswahl des Deutschen Handball-Bunds (DHB) war zum ersten Mal in der EM-Geschichte in der Vorrunde ausgeschieden. Bundestrainer Rainer Osmann machte sich am Sonntag »keine Rücktrittsgedanken«. Der Vertrag des 60jährigen Eisenachers läuft bis Ende 2012. Der stellvertretende Vorsitzende der Handball-Bundesliga der Frauen und Manager des HC Leipzig, Kay-Sven Hähner, meinte: »Osmann muß sich hinterfragen. Die Spielerinnen waren ja Lichtjahre von ihrem Klubniveau entfernt.« Den »Nagel auf den Kopf getroffen« habe beim World Cup in Dänemark im Spätsommer der Trainer des norwegischen Spitzenklubs Larvik HK, Karl-Erik Bohn, meinte Hähner: »Er hat damals gesagt, wenn einigen deutschen Spielerinnen der eigene Treffer weiterhin wichtiger ist als der mannschaftliche Erfolg, dann kann dieses Team Mannschaften wie Norwegen und Dänemark nicht gefährlich werden.« (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2010, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!