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Beduinen-Dorf zum siebten Mal zerstört

Tel Aviv. Israelische Polizei hat am Montag mit Planierraupen das Beduinen-Dorf Al-Arakib in der Negev-Wüste dem Erdboden gleichgemacht. Das teilte das Israelische Komitee gegen Hauszerstörungen am Mittwoch mit. Seit Juli 2010 ist das Dorf damit siebenmal auf Anordnung israelischer Behörden zerstört worden. Ursprünglich lebten in dem Dorf 250 Einwohner. Viele von ihnen haben nach den mehrfachen Vertreibungen Unterkunft bei Verwandten oder Bekannten in nahegelegenen Siedlungen gefunden. In Al-Arakib leben jedoch immer noch ca. 50 Menschen, unter ihnen 30 Kinder. Sie haben damit begonnen, erneut Zelte und provisorische Hütten aufzubauen, um sich vor den eisigen Nachttemperaturen zu schützen. Israel spricht den Beduinen, die allesamt israelische Bürger sind, das Recht ab, auf dem von ihnen seit Jahrhunderten bewohnten Land zu leben und bezeichnet Al-Arakib und ca. 45 weitere Dörfer als illegal. Baugenehmigungen werden konsequent verweigert. In Jerusalem und Tel Aviv fanden in jüngster Vergangenheit immer wieder Demonstrationen gegen das Niederwalzen von Dörfern und die Annexion des Beduinen-Landes in der Negev-Wüste statt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2010, Seite 6, Ausland

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