-
11.11.2010
- → Ausland
Ermittlungen gegen George Bush gefordert
Washington. Nach der Verteidigung von Foltermethoden in seinen
Memoiren hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International
(ai) Ermittlungen gegen den früheren US-Präsidenten
George W. Bush gefordert. Das Bekenntnis zu der als Folter
angesehenen Verhörmethode Waterboarding verpflichte die USA,
rechtliche Schritte gegen Bush einzuleiten, erklärte ein
ai-Sprecher am Dienstag gegenüber Medien. Bush hatte in seinem
am Dienstag veröffentlichten Buch »Decision
Points« («Entscheidungspunkte») erneut die
Anwendung der Waterboarding-Methode bei Terrorverdächtigen
verteidigt. Zudem hatte er Altkanzler Gerhard Schröder
vorgeworfen, ihm noch im Januar 2002 Unterstützung für
den im März 2003 begonnenen Krieg gegen den Irak signalisiert
zu haben. Schröder wies Bushs Darstellung am Freitag
zurück. »Der frühere amerikanische Präsident
Bush sagt nicht die Wahrheit«, erklärte er in Berlin.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland