Zum Inhalt der Seite

Hohe Haftstrafe in Guantánamo

Guantánamo. Vor einem Militärgericht auf dem US-Stützpunkt Guantánamo ist der Kanadier Omar Khadr zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt worden. Wegen Mordes, Verschwörung, Spionage und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verhängte das Militärgericht am Sonntag eine jahrzehntelange Gefängnisstrafe. Von der Strafe muß der frühere Dschihad-Kindersoldat noch acht Jahre absitzen. Der Vorsitzende Richter des Militärtribunals, Patrick Parrish, sagte, einer Vereinbarung zwischen Anklage und Verteidigung zufolge müsse der heute 24jährige noch ein Jahr in dem US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba inhaftiert bleiben und könne den Rest seiner Strafe in seinem Heimatland verbüßen, wenn Kanada zustimme. Khadr war 2002 im Alter von nur 15 Jahren in Afghanistan ergriffen und in das Lager mit Terrorverdächtigen gebracht worden. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!