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EZB-Präsident stellt Kompromiß in Frage

Frankfurt. Eine Woche vor dem EU-Gipfel hat der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, den Kompromiß zur Reform des Euro-Stabilitätspaktes in Frage gestellt. Ein EZB-Sprecher sagte am Donnerstag in Frankfurt am Main, Trichet habe »Vorbehalte« gegen die Einigung der Finanzminister vom Montag, welche die Staats- und Regierungschefs kommende Woche in Brüssel besiegeln wollen. Der Kompromiß wurde möglich, nachdem Deutschland auf automatische Sanktionen gegen Defizitsünder verzichtete. Frankreich unterstützt im Gegenzug die deutsche Forderung nach einer Änderung der EU-Verträge, um hochverschuldeten Staaten notfalls das Stimmrecht im Ministerrat zu entziehen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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