Zum Inhalt der Seite

Who killed Bambi?

Die Bayerische Staatsoper beugt sich der Kritik von Tierschützern und will in der Neuinszenierung von Antonin Dvoraks Märchenoper »Rusalka« kein totes Reh mehr präsentieren. Statt dessen solle nun bei der Premiere am Samstag und den folgenden elf Aufführungen die »Reproduktion eines Rehs« gezeigt werden, teilte das Opernhaus am Mittwoch mit. Da die Rehjagd ein wichtiges Motiv in Rusalka ist, hatte der österreichische Regisseur Martin Kusej geplant, ein echtes, aber totes, Reh auf die Bühne bringen zu wollen, was Tierschützer als »absolute Frechheit« empfanden und die Boulevardmedien volljammerten. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2010, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!