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Vornehmste Aufgabe PID

Der frühere FDP-Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig hat am Dienstag als Vorsitzender des Deutschen Ethikrates eine klare gesetzliche Regelung zu Gentests an Embryonen angemahnt. Es drohe die Gefahr, daß man in Deutschland ungehemmt in die Präimplantationsdiagnostik (PID) einsteige, sagte Schmidt-Jortzig im Deutschlandradio. Bei der PID werden Embryonen aus künstlicher Befruchtung vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf Erbkrankheiten untersucht und gegebenenfalls verworfen. Schmidt-Jortzig sagte, der Bundesgerichtshof habe zwar entschieden, daß die PID im geltenden Recht bei schwerwiegenden Erbkrankheiten nicht strafbar sei. Ob dies verbindlich und was genau eine schwerwiegende Krankheit sei, habe es jedoch offen gelassen. »Da ist es die vornehmste Aufgabe des Gesetzgebers, an so einer schwierigen und empfindlichen Stelle wirklich eine klare Regelung zu treffen.« Während Bundeskanzlerin Angela Merkel sich für ein Verbot der PID ausgesprochen hat, will die FDP sie weiter zulassen.

(ap/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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