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Europarat gegen Frauenrecht

Strasbourg. Der Europarat hat sich nach kontroverser Debatte gegen ein allgemeines Recht auf Schwangerschaftsabbruch, künstliche Befruchtung und Sterbehilfe ausgesprochen. »Kein Arzt oder Krankenhaus, die eine Abtreibung oder Sterbehilfe ablehnen, sollen dafür zur Verantwortung gezogen werden«, heißt es in einer Entschließung, die die Parlamentarische Versammlung am 7. Oktober in Strasbourg verabschiedete.

Die britische Sozialistin und Berichterstatterin Christine McCafferty nannte das Votum eine »Schande« für den Rat. Es stehe im Widerspruch zu den Rechten von Frauen. Sie hatte in ihrem Bericht gefordert, alle Frauen, die dies wünschten, müßten Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch bekommen. Besonders diejenigen mit geringem Einkommen und in ländlichen Gebieten hätten Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden, der bereit sei, den Eingriff vorzunehmen.
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Statt dessen haben die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern das Recht von Ärzten bekräftigt, aus Gewissensgründen bestimmte Eingriffe abzulehnen. Im Vorfeld der Debatte hatten zahlreiche kirchliche und andere Vereinigungen für den Schutz des Lebens plädiert und gegen den Bericht protestiert. (APA)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2010, Seite 15, Feminismus

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