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Regierungskrise in Kosovo

Pristina. Kosovos Regierungschef Fatmir Sejdiu tritt nach der Bestätigung eines Verfassungsbruchs durch die kosovarische Justiz zurück. Sejdiu teilte seine Entscheidung am Montag vor Journalisten in Pristina mit. Das Verfassungsgericht der serbischen Provinz, die sich einseitig für unabhängig erklärt hatte, hatte ihm vor wenigen Tagen einen »ernsten« Verstoß gegen die Verfassung vorgeworfen, weil er gleichzeitig Vorsitzender der Partei Demokratische Liga des Kosovo (LDK) war. »Ich habe heute meinen Rücktritt vom Amt des Präsidenten des Kosovo eingereicht«, sagte Sejdiu bei einer Pressekonferenz. Er sei überzeugt gewesen, daß sein Verbleib im Amt des LDK-Vorsitzenden nicht die Verfassung verletze.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2010, Seite 2, Ausland

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