Berlin. Die Parteispitzen von CDU und CSU haben der Aussetzung der
Wehrpflicht zugestimmt, wollen aber die Bundeswehr nicht so stark
verkleinern wie zuletzt diskutiert. Die Präsidien beider
Parteien faßten bei ihrer gemeinsamen Sitzung am Sonntag und
Montag in Berlin einen entsprechenden Beschluß, wie
Teilnehmer berichteten.Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu
Guttenberg (CSU) wollte die Sollstärke ursprünglich von
derzeit 250000 auf 163500 Soldaten senken. Dies werde von den
Parteispitzen als «deutlich zu klein» bewertet, sagte
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Montag in Berlin.
Noch im Herbst sollen Parteitage eine endgültige Entscheidung
fällen. Keine Einigung gab es dem Vernehmen nach über die
Neugestaltung des Zivildienstes.
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