Frankfurt/Main. Die IG Metall hat den Unternehmen vorgeworfen,
zunehmend Stammarbeitsplätze abzubauen und durch schlechter
bezahlte Leiharbeit zu ersetzen. Der Vize-Vorsitzende der
Gewerkschaft, Detlef Wetzel, nannte die Entwicklung
»außerordentlich alarmierend«. Leiharbeit werde
zunehmend dazu genutzt, eine neue Billiglohnlinie zu etablieren,
sagte Wetzel am Montag in Frankfurt am Main. Die IG Metall
stützt sich auf eine Befragung der Betriebsräte in 5100
Unternehmen. Demnach haben 85 Prozent der Betriebe
zusätzlichen Bedarf an Arbeitskräften. Nur 15 Prozent
dieser Betriebe jedoch deckten ihren Bedarf durch Einstellung in
unbefristete Arbeitsverhältnisse. Wetzel forderte die Politik
zum Handeln auf und kündigte verschärfte
Tarifauseinandersetzungen an, um die gleiche Bezahlung von Leih-
und Stammkräften durchzusetzen. (dapd/jW)
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