-
18.09.2010
- → Ausland
Kein Umweltschutz mit deutscher Hilfe
Berlin. Die Bundesregierung hat einer Unterstützung des
Yasuní-Umweltschutzprojektes in Ecuador eine Absage erteilt.
Quito hatte angeboten, auf eine Erdölförderung im
Regenwald zu verzichten, wenn es dafür von der internationalen
Gemeinschaft einen finanziellen Ausgleich erhält.
»Deutschland möchte das Projekt nicht
unterstützen«, sagte nun ein Sprecher des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung am Donnerstag auf Anfrage. Aus
»grundsätzlichen Bedenken« werde das Vorhaben
nicht gefördert. Noch im August hatte der deutsche Botschafter
in Ecuador, Peter Linder, eine Beteiligung Berlins an der
Yasuní-Initiative bestätigt. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland