Zum Inhalt der Seite

Wettmonopol: Angst in der Breite

Bonn. Weil DOSB-Präsident Thomas Bach das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGh) gegen das staatliche Monopol auf Sportwetten begrüßt hat, soll er zurücktreten. Das meint Rolf Müller, Chef des Landessportbundes Hessen, dessen Etat zu 80 Prozent durch Gelder aus Sportwetten gedeckt ist. 7,8 Milliarden Euro wurden 2009 in Deutschland mit Sportwetten umgesetzt. 2,6Milliarden davon kamen dem Sport, der Denkmalpflege und sozialen Projekten zugute. Während der Breitensport vom EuGh-Urteil in Existenzängste gestürzt wird, reiben sich die Buchhalter der Fußballbundesligisten die Hände. Da private Wettanbieter sicher bald wieder auf Trikots und Banden werben dürfen, rechnet die Liga mit zusätzlichen Sponsorengeldern in Höhe von mehreren hundert Millionen. (sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2010, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!