-
21.07.2010
- → Antifaschismus
Thor Steinar klagt gegen Nazipersiflage
Schwerin. Die Markenpersiflage »Storch Heinar« der
Initiative »Endstation Rechts« beschäftigt am
heutigen Mittwoch das Landgericht Nürnberg. Die
brandenburgische Bekleidungsfirma MediaTex, Betreiberin des in der
rechten Szene beliebten Modelabels »Thor Steinar«, sehe
sich durch Kleidungsstücke mit »Storch
Heinar«-Motiven in ihren Markenrechten verletzt und klage auf
Unterlassung, sagte Julian Barlen von »Endstation
Rechts« in Schwerin. Beklagter sei der
SPD-Landtagsabgeordnete und Miterfinder der Persiflage, Mathias
Brodkorb. Das Markenmotiv von »Storch Heinar« ist ein
zerrupfter Storch mit strengem Seitenscheitel und
Hitlerbärtchen. Unterstützung erhalten Brodkorb und
»Endstation Rechts! Vom ehemaligen Ministerpräsidenten
Harald Ringstorff (SPD), der 2000 Euro zur Finanzierung der
Prozeßkosten gespendet hat. »Ich unterstütze
›Endstation Rechts‹ schon längere Zeit, weil die
Initiatoren über Rechtsextremismus informieren und wichtige
Arbeit leisten«, sagte Ringstorff der Nachrichtenagentur ddp.
»Den Gag mit dem Storch finde ich besonders lustig. Ich
drücke den Erfindern die Daumen«, fügte der
frühere Regierungschef und heutige Landtagsabgeordnete
hinzu. Eine Gerichtsentscheidung wird noch am Mittwoch
erwartet.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Antifaschismus
