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Thor Steinar klagt gegen Nazipersiflage

Schwerin. Die Markenpersiflage »Storch Heinar« der Initiative »Endstation Rechts« beschäftigt am heutigen Mittwoch das Landgericht Nürnberg. Die brandenburgische Bekleidungsfirma MediaTex, Betreiberin des in der rechten Szene beliebten Modelabels »Thor Steinar«, sehe sich durch Kleidungsstücke mit »Storch Heinar«-Motiven in ihren Markenrechten verletzt und klage auf Unterlassung, sagte Julian Barlen von »Endstation Rechts« in Schwerin. Beklagter sei der SPD-Landtagsabgeordnete und Miterfinder der Persiflage, Mathias Brodkorb. Das Markenmotiv von »Storch Heinar« ist ein zerrupfter Storch mit strengem Seitenscheitel und Hitlerbärtchen. Unterstützung erhalten Brodkorb und »Endstation Rechts! Vom ehemaligen Ministerpräsidenten Harald Ringstorff (SPD), der 2000 Euro zur Finanzierung der Prozeßkosten gespendet hat. »Ich unterstütze ›Endstation Rechts‹ schon längere Zeit, weil die Initiatoren über Rechtsextremismus informieren und wichtige Arbeit leisten«, sagte Ringstorff der Nachrichtenagentur ddp. »Den Gag mit dem Storch finde ich besonders lustig. Ich drücke den Erfindern die Daumen«, fügte der frühere Regierungs­chef und heutige Landtagsabgeordnete hinzu. Eine Gerichtsentscheidung wird noch am Mittwoch erwartet.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2010, Seite 15, Antifaschismus

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