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USA: Erfolgreiche Abtreibungsgegner

Washington. Bei der Umsetzung der Gesundheitsreform in den USA haben die Abtreibungsgegner einen Etappensieg erzielt. Laut einer Entscheidung der Gesundheitsschutzbehörde HHS müssen staatliche Krankenversicherungen für Risikopatienten künftig nur noch in Sonderfällen für Schwangerschaftsabbrüche bezahlen. Die Ausnahmen sind Fälle von Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr für die Mutter. Die Streitfrage war nach einem Plan des US-Staates New Mexico aufgekommen, der einen Versicherungsschutz für Abtreibungen auf Wunsch zulassen wollte. Dabei geht es um neue staatliche Krankenversicherungen für bisher unversicherte Patienten mit Vorerkrankungen. Die im März verabschiedete Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama verbietet es den Versicherungen erstmals, solche Patienten abzulehnen oder höhere Beiträge von ihnen zu verlangen. Bei Abtreibungsgegnern sorgte das Vorhaben New Mexicos für Empörung. Um weitere Diskussionen abzuwenden, schrieb das HHS in der vergangenen Woche vor, daß Schwangerschaftsabbrüche künftig nur in Ausnahmefällen unter den Versicherungsschutz fallen sollen. Damit gilt für von dem Programm erfaßte Patienten eine strengere Regelung als ansonsten nach der Gesundheitsreform vorgesehen. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2010, Seite 6, Ausland

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