-
20.07.2010
- → Kapital & Arbeit
Exarbeitsminister kritisiert Leiharbeit
Dortmund. Der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) hat
eine zunehmende Verbreitung von befristeten Arbeitsverträgen
und Leiharbeit kritisiert. Es sei »ein regelrechter Wildwuchs
auf dem Arbeitsmarkt entstanden, mit Mini-jobs,
Kurzzeitverträgen und Leiharbeit«, sagte Blüm, den
Dortmunder Ruhr Nachrichten (Montagsausgabe). »Wenn das so
weitergeht, ist das ein Rückfall zurück in die Zeit der
Tagelöhner.« Angesichts dieser Entwicklung wachse das
Risiko von Altersarmut: »Aus Hungerlöhnen werden dann
Hungerrenten«, sagte Blüm. Die Erleichterung befristeter
Arbeitsverträge, die Blüm als Arbeitsminister unter dem
damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) vorangetrieben hatte, sei
sein größter politischer Fehler gewesen, räumte er
ein.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit
