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Aus: Ausgabe vom 12.06.2010, Seite 5 / Inland

Aufrufe gegen Kinderarbeit

Berlin. Anläßlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni haben die Bundesregierung, Gewerkschaften und entwicklungspolitische Organisationen zum Boykott von Produkten aufgerufen, die von Kindern hergestellt worden sind. Weltweit müssen 200 Millionen Kinder zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen, mehr als die Hälfte von ihnen in gesundheits- oder gar lebensgefährlichen Bereichen.

Unterdessen kritisierten die Christliche Initiative Romero (CIR) und der Verein zur Unterstützung arbeitender Kinder und Jugendlicher (ProNATs e.V.) am Freitag in Berlin die geltende weltweite Ächtung der Kinderarbeit. Die beiden Entwicklungshilfeorganisationen fordern statt dessen gemeinsam mit Verbänden arbeitender Minderjähriger kindgerechte Arbeitsbedingungen und eine Vereinbarkeit mit dem Schulbesuch. CIR und ProNATs führen an, die Ächtung beende die Ausbeutung von Kindern nicht, sondern treibe sie in die Illegalität, was ihre Situation noch verschlimmere.

(apn/jW)