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Gesundheitsschutz

Trotz der Krise bleibt die Arbeitsqualität für Beschäftigte ein zentrales Thema. Davon zeigt sich Klaus Pickshaus, Leiter des Bereichs Gesundheitsschutz beim Vorstand der IG Metall, im Interview mit der Zeitschrift Mitbestimmung überzeugt. Zunehmende Gesundheitsbelastungen seien dabei auch eine Folge neuer Managementstrategien: »Unter dem Druck finanzmarktgesteuerter Modelle werden unrealistisch hohe Zielvorgaben an die Beschäftigten weitergegeben, die zu einer chronischen Überforderung führen«, erklärt Pickshaus. Das trifft nicht nur bestimmte Angestelltengruppen: Über alle Beschäftigungssegmente hinweg sei so etwas wie eine »radikalisierte Vernutzung der Arbeitskraft« festzustellen.

Wichtig ist für den IG-Metall-Funktionär, die gegenüber Gesundheitsthemen trotz der Krise hohe Sensibilität von Beschäftigten für gewerkschaftlichen Initiativen zu nutzen. Die massenhafte Erfahrung mit Kurzarbeit könne dabei auch positive Effekte haben: »Einerseits führt diese zu schmerzhaften Einkommenseinbußen, andererseits sehen manche einen Zeitgewinn und damit mehr Lebensqualität im Vergleich zum häufigen Arbeiten ohne Ende vor der Krise. Wichtig wäre es, daß es uns als Gewerkschaften gelingt, diese Erfahrungen aufzugreifen und als Gesichtspunkte für eine neue Arbeitszeitdebatte zu nutzen.«
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(jW)

Mitbestimmung, Magazin der Hans-Böckler-Stiftung. Nr.5/2010, 70 Seiten, Jahresabo: 50 Euro

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2010, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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