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Rücktritt: Horst Köhler will nicht mehr

Berlin. Bundespräsident Horst Köhler ist am Montag mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Die Kritik an seinen Äußerungen zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan habe den Respekt vor seinem Amt vermissen lassen, erklärte er zur Begründung. Köhler hatte besonders mit der Aussage für Empörung gesorgt, im Zweifel militärische Einsätze auch wegen wirtschaftlicher Interessen zu führen. Köhler sagte am Montag, er habe sich keineswegs für Bundeswehreinsätze ausgesprochen, die nicht vom Grundgesetz gedeckt seien. Diese Kritik »entbehrt jeder Rechtfertigung«. Nach seinem Rücktritt muß innerhalb von 30 Tagen von der Bundesversammlung ein neuer Bundespräsident gewählt werden. Bis dahin übernimmt der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) als Bundesratsvorsitzender kommissarisch das Amt. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2010, Seite 1, Inland

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