Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
Gegründet 1947 Sa. / So., 4. / 5. Juli 2020, Nr. 154
Die junge Welt wird von 2327 GenossInnen herausgegeben
Der Schwarze Kanal: »Verkommen« Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
Aus: Ausgabe vom 01.06.2010, Seite 16 / Sport

Schweiß und Schweißer

Köln/Kiel. Der THW Kiel hat am Sonntag in Köln das Finale der Champions League gegen den FC Barcelona gewonnen. 45 Minuten lang spielten die Kieler wie die sicheren Verlierer. Als beim Zwischenstand von 19: 25 keiner mehr einen Pfifferling auf sie gab, bogen sie die Partie noch um, wie im 29: 27-Halbfinale gegen Titelverteidiger Ciudad Real vor allem dank der Paraden von Torwart Thierry Omeyer und CL-Torschützenkönig Filip Jicha. 36: 34 hieß es nach dem finalen Kraftakt. Dominik Klein wollte den CL-Pokal zu einem Trinkgefäß umbauen: »Vielleicht hat ja jemand ein Schweißgerät.« 2007 soll der THW sich die CL gekauft haben. Die Kieler Staatsanwaltschaft sitzt noch über den Akten. Beim »Final Four«-Turnier am Wochenende ging es offenkundig korrekt zu. Alfred Gislason, der vor zwei Jahren das Traineramt des durch Manipulationsvorwürfe schwer belasteten Noka Serdarusic übernommen hatte: »Am Ende konnte ich mich erst gar nicht freuen, weil ich immer an Barcelona denken mußte. Ich kenne dieses Gefühl der Niederlage.« Gislason hat die CL als bisher einziger Trainer mit zwei Klubs gewonnen. Der andere ist der SC Magdeburg (CL-Titel 2002). Der Partymarathon der Kieler endete nach 18 Stunden am Montag mittag am Vereinsheim. Gislason hatte für den Nachmittag ein Training angesetzt: »Wir werden uns ab Montag voll auf das Spiel am Mittwoch gegen HBW Balingen-Weilstetten konzentrieren.

(sid/jW)

Mehr aus: Sport

Wo gibt es noch konsequent linken Journalismus? Na, am Kiosk, für  1,80 €!