Zum Inhalt der Seite

Demokratiefrage für Linke geklärt

Berlin. Die Linke will vor Koalitionsverhandlungen keine Erklärungen zu Demokratie und Rechtsstaat unterschreiben. Einen entsprechenden Beschluß faßte der Bundesvorstand der Linken in Berlin. »Solche Erklärungen werden in denunziatorischer Absicht eingefordert und beschädigen das gegenseitige Vertrauen«, sagte Parteichef Klaus Ernst am Sonntag. Wer mit den Linken nach einer Wahl über einen Politikwechsel reden wolle, könne jederzeit in Gespräche über Inhalte einsteigen. »Wir lassen es aber nicht zu, daß unsere Haltung zu Demokratie und Rechtsstaat in Frage gestellt wird«, so Ernst.

Auf der Sitzung im Karl-Liebknecht-Haus wurde zudem der geschäftsführende Vorstand gewählt. Diesem gehören Christine Buchholz, Nele Hirsch und Matthias Höhn an, außerdem die Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, deren Stellvertreter Sahra Wagenknecht, Katja Kipping, Halina Wawzyniak und Heinz Bierbaum, die Geschäftsführer Caren Lay und Werner Dreibus sowie Schatzmeister Raju Sharma. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2010, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!