Zum Inhalt der Seite

Kein Stopp des ­Ölaustritts

Venice. Die US-amerikanischen Streitkräfte beanspruchen im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko keine Führungsrolle. Die Ölindustrie sei technisch viel besser ausgerüstet als das Militär, sagte General­stabschef Admiral Mike Mullen am Montag dem Sender ABC. »Die beste Technik hat in dieser Hinsicht die Ölindustrie«, sagte er. Sollte das Militär im Kampf gegen das Ölleck das Kommando übernehmen, müsse der Befehl dazu von Präsident Barack Obama kommen. Der Ölkonzern BP gab nach dem Scheitern der sogenannten Top-Kill-Operation die Hoffnung auf, die gigantische Ölpest im Golf von Mexiko kurzfristig stoppen zu können. BP-Manager Bob Dudley räumte im US-Fernsehen ein, daß auch die nun geplante Abdichtung der vor sechs Wochen bei einer Explosion beschädigten Steigleitung den Ölaustritt höchstens vermindern, nicht aber stoppen könne. Ein endgültiger Stopp sei erst mit dem Abschluß von Ersatzbohrungen Ende August zu erwarten. Der BP-Vorstandsvorsitzende Tony Hayward wies unterdessen Angaben von Wissenschaftlern zurück, riesige Ölschwaden aus dem Leck trieben unter Wasser im Golf von Mexiko. Von BP entnommene Proben hätten dafür keine Beweise erbracht, sagte Hayward am Sonntag. Das Öl treibe an der Oberfläche.

(apn/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!