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Firma verlangt Selbstmordverzicht

Shenzhen/Hongkong. Nach einer Serie von Selbstmorden von Beschäftigten in China verlangt der weltweit größte Elektronikhersteller Foxconn von seinen Mitarbeitern eine schriftliche Verpflichtungserklärung, daß sie sich nicht selbst töten. Seit Beginn des Jahres haben sich in dem Unternehmen bereits zehn Arbeiter das Leben genommen. Arbeitsrechtsorganisationen führen dies auf extrem schlechte Arbeitsbedingungen und die geringe Entlohnung zurück. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt demnach 72 Stunden.

Foxconn produziert unter anderem das iPhone für Apple sowie Geräte von Hewlett Packard und Dell. Auch der Handelskonzern Metro arbeitet bei der Eröffnung seiner ersten Media-Markt-Filialen in China mit Foxconn zusammen. Die Southern Metropolis Daily druckte am Mittwoch ein Foto des Briefes an die Angestellten. Darin wird ferner eine Ermächtigung verlangt, sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, sollten sich die Angestellten in einer »anormalen geistigen oder körperlichen Verfassung« befinden.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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