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Jamaika: Armee stürmt Armenviertel

Kingston. Mehr als 1000 jamaikanische Polizisten und Soldaten haben einen Stadtteil von Kingston gestürmt, in dem sich der von den USA als »Drogenboß« gesuchte Christopher Coke verschanzt haben soll. Die Sicherheitskräfte rückten am Montag abend (Ortszeit) in den Bezirk Tivoli Gardens ein, der als Hochburg des mutmaßlichen Waffen- und Drogenhändlers gilt. Sporadisch waren Schüsse zu hören. Was genau innerhalb des Viertels vor sich ging, war zunächst nicht klar. Auslöser der Kämpfe war die Ankündigung, Coke an die USA auszuliefern.

Die Situation in Kingston hatte sich in den vergangenen Tagen verschärft, nachdem Ministerpräsident Bruce Golding seinen Widerstand gegen die Auslieferung Cokes an die USA aufgegeben hatte. Das US-Justizministerium bezeichnet Coke als »einen der gefährlichsten Drogenbosse der Welt«. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2010, Seite 1, Ausland

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