-
26.05.2010
- → Kapital & Arbeit
BDI lehnt Klimaziele ab
Berlin. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wendet sich
gegen Pläne der EU-Kommission, die Vorgaben für die
Reduzierung von Treibhausgasen zu verschärfen. Demnach sollen
die Emissionen bis 2020 um 30 statt wie bisher vereinbart um 20
Prozent reduziert werden. »In Zeiten, in denen ganze Branchen
schwerer zu kämpfen haben denn je zuvor, gefährdet jede
zusätzliche Belastung den Aufschwung. Angesichts geschrumpfter
Investitionsspielräume bremst eine Verschärfung des
Klimaziels die Investitionsbereitschaft und gefährdet
Arbeitsplätze«, erklärte
BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Dienstag in
Berlin. Die deutsche Industrie benötige
»verläßliche, international gültige
Rahmenbedingungen im Klimaschutz, die ihr Planungs- und
Investitionssicherheit geben. Eine Erhöhung der
Reduktionsvorgaben auf 30 Prozent sei nur denkbar, wenn sich
»die anderen großen Industrieländer und wichtige
Schwellenländer zu vergleichbaren Minderungszielen
verpflichten«, betonte Schnappauf. Dies setze ein
»internationales und rechtsverbindliches Klimaschutzabkommen
voraus«.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit