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BDI lehnt Klimaziele ab

Berlin. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wendet sich gegen Pläne der EU-Kommission, die Vorgaben für die Reduzierung von Treibhausgasen zu verschärfen. Demnach sollen die Emissionen bis 2020 um 30 statt wie bisher vereinbart um 20 Prozent reduziert werden. »In Zeiten, in denen ganze Branchen schwerer zu kämpfen haben denn je zuvor, gefährdet jede zusätzliche Belastung den Aufschwung. Angesichts geschrumpfter Investitionsspielräume bremst eine Verschärfung des Klimaziels die Investitionsbereitschaft und gefährdet Arbeitsplätze«, erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Dienstag in Berlin. Die deutsche Industrie benötige »verläßliche, international gültige Rahmenbedingungen im Klimaschutz, die ihr Planungs- und Investitionssicherheit geben. Eine Erhöhung der Reduktionsvorgaben auf 30 Prozent sei nur denkbar, wenn sich »die anderen großen Industrieländer und wichtige Schwellenländer zu vergleichbaren Minderungszielen verpflichten«, betonte Schnappauf. Dies setze ein »internationales und rechtsverbindliches Klimaschutzabkommen voraus«.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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