Zum Inhalt der Seite

Ministerin kündigt Duschvorschrift an

Berlin. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat verbindliche Standards für die Prävention von Kindesmißbrauch angekündigt. An ihre Einhaltung sollen künftig auch finanzielle Förderungen für Betreuungseinrichtungen von Bund, Ländern und Kommunen geknüpft werden, sagte die Ministerin am Dienstag in Berlin nach einer Arbeitsgruppensitzung des Runden Tisches gegen Kindesmißbrauch. In vielen Einrichtungen gebe es zwar bereits Selbstverpflichtungen, diese seien aber nicht flächendeckend. Deshalb sollen künftig verbindliche Regeln für den Umgang von Erwachsenen mit Kindern und Jugendlichen gelten. Die Arbeitsgruppe wolle Fälle definieren, in denen Erwachsene grundsätzlich nichts zu suchen hätten – z. B. wenn Jugendliche duschen. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2010, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!