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Palminger antwortet

Jacques Palminger, der lustige Herr aus Hamburg an Schnurrbart und Schlagzeug, geht ab morgen auf Tournee– mit seiner Band The Kings of Dub Rock. Hierzu hat er ein paar Fragen beantwortet: 1. Gibt es eine Definition des Begriffes »Dub Rock«? »Dub Rock ist wie Beton: Es kommt darauf an, was man daraus macht. Für unsere Freunde machen wir daraus musikalische Erlebniswelten und tanzbare Wohlfühllandschaften. Wir machen daraus aber auch Schwimmringe für Nervensägen. Für die Familie Sarotti zum Beispiel würde ich gerne persönlich das Wasser einlassen. Dann könnten die sich mal in aller Ruhe überlegen, was es heißt, Beleidigungen selbst auszubaden.« 2. Was bedeutet »Dub Rock-Leistungsschau«? »Wir haben in neue Instrumente investiert. Markengeräte der internationalen Spitzenklasse (Moog, Akai, Neumann) bringen die musikalische Performance auf Topniveau. So hat Viktor es geschafft, die Baßlast zu verdoppeln. Jetzt können wir uns noch tiefer in die Seelen der Zuhörer einschrauben und noch intensiver auf unser Publikum einwirken.« 3. Was kann man auf den Konzerten lernen? »Es gibt gute Titel mit philosophischem Mehrwert wie ›Uhren befummeln die Zeit‹ und starke Kernsätze, an denen man noch lange zu knacken hat. ›Besen stehen auf ihren eigenen Haaren‹ zum Beispiel. Solche Formulierungen kann man sich dann aneignen und selbst benutzen. Das ist sogar ausdrücklich erwünscht.« (jW)

22.4. Berlin, Festsaal; 24.4. Hamburg, Uebel und Gefährlich; 28.4. Stuttgart, Schocken; Do 29.4. Zürich, Helsinki; 1.5.10 Nürnberg, Desi; 5.5. Wien, brut; 6.5. Salzburg, Arge; 7.5.10 München, Kammerspiele
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2010, Seite 13, Feuilleton

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