-
16.04.2010
- → Feuilleton
Kein Zeitungskrieg
Die Axel Springer AG verzichtet auf den »Markttest«
für die B.Z. am Abend in Berlin. Nach eingehender Prüfung
der wirtschaftlichen Grundlagen des Projekts habe Springer
entschieden, dieses derzeit nicht weiter zu verfolgen, teilte der
Verlag am Donnerstag in Berlin mit. Am Dienstag war
bekanntgeworden, daß der Verlag ab Montag (19. April) in den
drei Ost-Berliner Stadtteilen Hohenschönhausen, Marzahn und
Hellersdorf neben dem Stammtitel B.Z. auch eine abgespeckte Version
namens B.Z. am Abend herausbringen wollte. Bei der
Boulevard-Konkurrenz aus dem Hause Dumont Schauberg, dem Berliner
Kurier, hatte das Nervosität ausgelöst, weshalb man
für den 26. April das Erscheinen eines neuen Blattes für
den Westberliner Markt namens »Express«
angekündigt hatte. Zu DDR-Zeiten hieß der Berliner
Kurier übrigens BZ am Abend. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
