Zum Inhalt der Seite

Razzien bei Kurden in Berlin

Berlin. Beamte des Berliner Landeskriminalamtes haben am Mittwoch morgen die Wohnungen von vier kurdischen Politikern in der Bundeshauptstadt durchsucht. Der Vorwurf lautete auf Unterstützung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK. Die Beamten suchten nach Spendenquittungen und beschlagnahmten unter anderem Notizen, teilte einer der Betroffenen, Ismail Parmaksiz vom Kurdistan-Nationalkongreß, gegenüber junge Welt mit. In Abstimmung mit der Türkei und den USA finden seit mehreren Wochen europaweite Polizeiaktionen gegen kurdische Institutionen und Medien statt. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2010, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!