-
06.04.2010
- → Sport
Alle schuldig
Rom. Inter Mailands Präsident Massimo Moratti ist im
italienischen Fußball-Manipulationsskandal schwer belastet
worden. Bei dem in Neapel laufenden Prozeß gegen 37 Manager
und Schiedsrichter, denen die Hauptschuld an der
Manipulationsaffäre im Sommer 2006 angelastet wird, legten die
Rechtsanwälte von Juventus Turins Exsportdirektor Luciano
Moggi, der als Drahtzieher des Skandals gilt, belastende
Telefongespräche vor. Bei den Mitschnitten von 2005 zwischen
Moratti und dem früheren Schiedsrichterkoordinator Paolo
Bergamo verspricht Bergamo dem Inter-Chef für ein
entscheidendes Meisterschaftsspiel den Einsatz eines »guten
Schiedsrichters«. Mit den Aufzeichnungen will Moggis
Verteidigung beweisen, daß Kontakte zwischen
Klubpräsidenten und Schiedsrichterkoordinatoren im
italienischen Fußball normal waren. »Entweder sind alle
unschuldig, oder alle schuldig. Meiner Ansicht nach sind alle
schuldig«, sagte Moggi der Gazzetta dello Sport. (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport
