-
22.03.2010
- → Inland
Weise: Befristung wirkt verheerend
Osnabrück. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA),
Frank-Jürgen Weise, hat vor der Ausweitung befristeter Jobs
gewarnt. Wenn dies zum Standard werde, sei das »für die
Entwicklung unserer Gesellschaft verheerend«, sagte Weise der
Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstagausgabe). Nach Angaben des
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist bei
Neueinstellungen inzwischen fast jeder zweite Job befristet.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant zudem eine
erleichterte Befristung von Arbeitsverträgen. Der
nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann
(CDU) verteidigte diese Pläne. Viele Studenten hätten
Ferienjobs in Form befristeter Arbeitsverhältnisse
gemacht, die verhinderten, daß sie nach dem Studium von
derselben Firma – ebenfalls befristet – eingestellt
würden, sagte Laumann den Dortmunder Ruhr-Nachrichten vom
Samstag. Das wolle die CDU ändern, um jungen Leuten den
Berufseinstieg zu erleichtern. Die meisten Verträge
würden später in unbefristete umgewandelt.
Arbeitsministerin von der Leyen forderte derweil Unternehmer und Gewerkschaften auf, den Mißbrauch bei der Leiharbeit rasch zu unterbinden. Andernfalls werde sie gesetzliche Regelungen schaffen, sagte sie dem Spiegel. Damit will sie verhindern, daß Firmen ihre Stammbelegschaften entlassen und danach als Leiharbeiter wieder einsetzen oder daß Leiharbeiter für dieselbe Arbeit dauerhaft schlechter entlohnt werden als Festangestellte.
(AFP/jW)
Arbeitsministerin von der Leyen forderte derweil Unternehmer und Gewerkschaften auf, den Mißbrauch bei der Leiharbeit rasch zu unterbinden. Andernfalls werde sie gesetzliche Regelungen schaffen, sagte sie dem Spiegel. Damit will sie verhindern, daß Firmen ihre Stammbelegschaften entlassen und danach als Leiharbeiter wieder einsetzen oder daß Leiharbeiter für dieselbe Arbeit dauerhaft schlechter entlohnt werden als Festangestellte.
Anzeige
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland