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Islands Wirtschaft stark geschrumpft

Reykjavik. Die Wirtschaft im krisengeschüttelten Island ist im vergangenen Jahr so stark geschrumpft wie noch nie. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach 2009 um 6,5 Prozent ein, wie die nationale Statistikbehörde am Freitag mitteilte. 2008 war die Wirtschaftsleistung noch um ein Prozent gewachsen, 2007 sogar um sechs Prozent.

Der Einbruch im vergangenen Jahr ist einem massiven Rückgang des Konsums in Island geschuldet. Die Verbraucher gaben 2009 den Zahlen zufolge 14,6 Prozent weniger aus als noch ein Jahr zuvor, der Staat 3,0 Prozent. Die Bruttoinvestitionen brachen demnach um 49,9 Prozent ein. Der isländische Finanzsektor, dessen »Vermögen« zwischenzeitlich derart aufgebläht war, daß es das Elffache des BIP betragen hatte, war im Herbst 2008 im Zuge der Krise zusammengebrochen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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