Eine Art Zugriff
Helene Hegemann hat am Donnerstag abend in den Münchner
Kammerspielen aus ihrem Roman »Axolotl Roadkill«
gelesen und anschließend gesagt, wie sie es mit der
Plagiatsdebatte in den Feuilletons hält: »Ich versuche
ständig, mich darauf zu berufen, daß ich das alles nicht
im Delirium geschrieben habe.« Dann redete sie von ihren
unkonventionellen Figuren und einem »Rest der Welt«,
der »denkt offensichtlich nur in Schubladen, sonst würde
dieses Buch nicht so viel Haß auf sich ziehen«. Bei
aller »Wut und Demütigung« sei es »cool,
gelesen zu werden und plötzlich eine Art Zugriff auf sein Land
zu haben«. Allerdings habe sie Schwierigkeiten, etwas Neues
zu schreiben: »Ich bin nicht mehr unbefangen, soviel ist
sicher.« (ddp/jW)
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