-
15.02.2010
- → Inland
Westerwelle fürchtet Denkverbote
Berlin. Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) hat in der Debatte
über die Hartz-IV-Regelsätze den Ton verschärft. Die
Kritik an seinen Äußerungen zum Abstandsgebot zwischen
Hartz-IV-Leistungen und Arbeitsentgelt nannte er scheinheilig und
sprach von »sozialistischen Denkverboten«. Aus der
Union kamen aber weiter scharfe Angriffe gegen den FDP-Chef.
Inhaltlich wurde er von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)
unterstützt, der sich ebenfalls gegen eine Erhöhung der
Sätze als Konsequenz des Verfassungsgerichts-Urteils
aussprach.(apn/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland