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Aus: Ausgabe vom 02.02.2010, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Lesetips

Kämpfen statt verzichten

Im Oktober vergangenen Jahres kamen die in der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken zusammengeschlossenen Aktivisten zu ihrem elften bundesweiten Kongreß in Stuttgart zusammen. Die dort gehaltenen Referate können nun in einem Reader nachgelesen werden. Christa Hourani beschäftigt sich darin mit dem Selbstverständnis der Gewerkschaftslinken vor dem Hintergrund der Krise. Bernd Riexinger befaßt sich mit dem Streik der Erzieherinnen, Werner Sauerborn mit dem politischen Streikrecht, Matthias Fritz mit aktuellen betrieblichen Auseinandersetzungen und Daniel Behruzi mit der Frage der Arbeitszeitverkürzung. In der auf dem Treffen verabschiedeten Abschlußerklärung sind zudem die zentralen Ergebnisse der Diskussionen und die Positionen der Initiative festgehalten.

(jW)

Gewerkschaftspolitik in der Krise – Kämpfen statt verzichten. Reader zum 11. bundesweiten Kongreß der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken im Oktober 2009 in Stuttgart


www.labournet.de/GewLinke/vers/index.html

Staat und Krise

Unterschiedliche Fragen staatlichen Handelns vor dem Hintergrund der globalen Krise werden in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Zeitschrift Widerspruch diskutiert. Dabei geht es sowohl um die Versuche, das Finanzmarktsystem zu stabilisieren, als auch um Alternativen der Krisenbewältigung und gegenhegemoniale Strategien. Das Agieren der Gewerkschaften in der Schweiz und international ist dabei Gegenstand mehrerer Beiträge. Therese Wütherich berichtet beispielsweise vom Frauenkongreß des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), bei dem die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung eine zentrale Rolle spielte. Dies sei »ein nützliches Instrument, um die gesellschaftliche Arbeit, die bezahlte wie die unbezahlte, besser zwischen Frauen und Männern zu verteilen«. Als Beispiel nannte Christiane Marty, eine der Referentinnen und Mitglied des Wissenschaftsrates von ATTAC Frankreich, die dort erfolgte gesetzliche Einführung der 35-Stunden-Woche, die vor allem von Frauen als Errungenschaft gesehen werde. Allerdings sei die Arbeitszeitverkürzung mit einer Zunahme von Streß und Überstunden einhergegangen, weshalb solche Maßnahmen unbedingt mit der Schaffung effektiv zusätzlicher Arbeitsplätze einhergehen müßten.

(jW)

Widerspruch 57, Staat und Krise. 208 Seiten, 16 Euro. Bestellung: Postfach CH-8031 Zürich oder www.widerspruch.ch

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