-
22.01.2010
- → Feuilleton
Hallo BRD
Im 60. BRD-Jubiläumsjahr, das ja auch eines des DDR war,
veröffentlichten Frank Witzel, Klaus Walter und Thomas
Meinecke ihr Diskussionsbuch »Die Bundesrepublik
Deutschland« im Nautilus-Verlag als große intelligente
Plauderei und Tiefenhermeneutik. Daß Pop durchaus als
Weltaneignungsmodell taugt, hatten die Autoren schon 2005 in ihrem
Rede-und-Antwort-Buch »Plattenspieler« unter Beweis
gestellt. In »Die Bundesrepublik Deutschland« dreht
sich ihr Gespräch nicht mehr nur um generationstypische und
stilbildende Musik, sondern um die Menschen, Bilder und
Sprechweisen, die auf sehr verschiedene Art für die BRD
prägend waren. Bis wann waren Kioskbesitzer und Lehrer alte
Nazis? Worauf gründete sich der ideologische Konsens
repressiver Toleranz, und woher rührte der Widerstand dagegen?
In dieser Zeitung schrieb Marek Lantz, daß die Lektüre
»bestens als Abendersatz für den üblichen Gang ins
Wirtshaus taugt«. Heute abend kann man in Marburg beides
miteinander verbinden und ab 21 Uhr sich eine Lesung der drei im
G-Werk/Cafe Trauma anhören. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
