-
22.01.2010
- → Feuilleton
Easy »Esra«
Maxim Billers Roman »Esra« ist vor allem durch einen
jahrelangen Rechtsstreit bekannt. Das Buch wurde verboten, weil
gerichtlich festgestellt wurde, daß es die Intimsphäre
der in der Figur Esra erkennbaren Exfreundin Billers verletzen
würde. Wie immer bei Verboten, wird durch solche
Maßnahmen die Phantasie besonders angeregt. 2009 brachte
Angela Richter das Theaterstück »Der Fall Esra« in
Hamburg auf die Bühne. Am Deutschen Theater in Berlin
inszeniert nun Frank Abt das Stück »Adam und
Esra«, das am Sonnabend in der Box Premiere feiert. Alles
easy: »Wir benutzen all die Passagen, die
Persönlichkeitsrechte verletzten könnten, einfach nicht.
Und natürlich ist Theater auch eine andere Form. Wir
interpretieren den Stoff und schaffen ein neues, anderes Werk. Die
Gefahr, daß sich jemand so sehr wiedererkennt, daß er
seine Persönlichkeitsrechte verletzt sieht, ist viel
geringer«, sagte Abt in Berlin. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
