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Milliarden an Bestechungsgeldern

London. Schmiergelder und Drogen, damit wird in Afghanistan das meiste Geld verdient. Laut einem UN-Bericht zahlten die Bürger des Landes 2009 fast ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts an Bestechungsgeldern – insgesamt 2,5 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro). Die Nutznießer waren meistens öffentliche Bedienstete, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Studie des UN-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung hervorgeht. Der Wert des Opiumhandels 2009 wird darin auf 2,8 Milliarden Dollar geschätzt. Dem in London vorgestellten Bericht zufolge mußte jeder zweite Bürger Afghanistans im Zeitraum von 2008 bis 2009 mindestens einmal öffentliche Bedienstete bestechen – ob Polizisten, Politiker, Richter oder Regierungsbeamte. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.01.2010, Seite 2, Ausland

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